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ENJO NATURE FARM

Die Enjo Nature Farm haben wir im März 2011 entdeckt, als wir auf dem Weg von Calvinia über Outspankraal nach Wupperthal waren. Da kamen wir quasi am Farmhaus vorbei und die einsame Lage im Tal am Fluss hat uns gut gefallen. Also buchten wir für den nächsten Urlaub zwei Nächte, als Zwischenstation auf dem Weg von Tankwa Karoo nach Paternoster.

Im Jahr 2006 sind die Besitzer Andrea und Moritz hierher ausgewandert, haben die Schaffarm gekauft und viel Liebe, Zeit und Geld investiert. Im Laufe der Jahre kamen zwei Kinder und 4 Cottages für Selbstversorger und ein kleiner Campingplatz hinzu. Es gibt noch ca. 300 Damaraschafe, ein 200 Jahre altes hübsches Haus in dem die Eigentümer und die Verwalter wohnen und einen wunderschönen Damm zum Schwimmen, der mit Quellwasser gespeist wird.

Leider muss dieser Pool einmal im Jahr gereinigt werden und da es einen Tag vor unserer Ankunft eine Kaltfront gab, die uns ja in Calvinia erwischte, hatte man gerade das Wasser herausgelassen. So wurde es leider nichts mit einem erfrischenden Bad für uns, so ein Pech. Denn man nächsten Tag stieg das Thermometer dann schon wieder in Richtung 40°C, viel zu heiß für uns zum Wandern. Wenigstens fand man im flachen Fluss noch ein wenig Abkühlung.

Denn eigentlich kann man bei angenehmen Temperaturen von hier aus viel unternehmen, vor allem zu Fuß. Besonders schön ist es hier natürlich im Frühling, wenn nach den ersten Regenfällen die Wildblumen blühen. Das Biedouw Valley ist bekannt für seine bunte Blütenpracht.

Alternativ kann man sich eines der Motorräder von Moritz mieten oder hoch zu Pferd das Tal und die Berge erkunden. Aber der absolute Knaller ist ein Rundflug mit Moritz über die Cederberge. Dieses Erlebnis sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Bilder und Bericht darüber habe ich auf einer eigenen Seite.

Besonders erwähnenswert ist die Gastfreundlichkeit von Andrea & Moritz, die beide sehr offen sind und sich um die Gäste kümmern. Da sie abwesend sein werden, wenn die Kinder in der Schule sind, haben sie ein nettes Ehepaar als Verwalter eingestellt. Hier kann man sich auch länger wohlfühlen, aber bitte nicht vergessen alles für die Selbstverpflegung mitzubringen.

Im Haupthaus steht in der Küche ein Self-Service Kühlschrank, aus dem man sich kalte Getränke wie Cola oder Bier holen kann. Einfach aufschreiben und am Ende bezahlen. Hier gibt es auch einen guten und kostenlosen Internet Empfang, falls man das Bedürfnis hat mal online zu sein.


Lage

Enjo Nature Farm liegt mitten im Biedouw Valley, direkt am idyllischen Biedouw River, der das Tal mit Wasser versorgt. Eine gute Stunde braucht man von Clanwilliam hierher, dem nächsten größeren Ort in der Umgebung. Zuerst führt die Straße asphaltiert über den Pakhuis Pass, dann ist es bis zur Abzweigung zum kleinen Missionsort Wupperthal eine üble Wellblechpiste.

Man biegt dann statt rechts nach Wupperthal links ins Biedouw Valley ab. Die nächsten 11 Kilometer ist die Straße weniger befahren und wieder besser, unterwegs sind einige Farmtore zu öffnen und natürlich auch wieder zu schließen.

Wir kamen ein Jahr zuvor über Uitspankraal, aber es hatte vor unserer Ankunft geregnet und wir waren nicht sicher, ob die Furt über den Doring River passierbar war. So wählten wir den sichereren Weg über die Brücke bei Doringbos, auf dieser Seite gibt es Infos dazu.


Zimmer

Es gibt verschiedene Cottages auf dem Gelände der Farm, drei davon liegen am Flussufer und haben Strom. Ein weiteres ist sehr beliebt und liegt 20 Gehminuten vom Farmhaus entfernt in Alleinlage in einer Schlucht, dafür wird es romantisch mit Laternen beleuchtet und die Küche mit Gas betrieben. Wir hatten ein hübsches Chalet, das mittlere direkt mit Blick auf den glasklaren Biedouw River. Im November war der zwar sehr flach, man konnte aber gut darin liegen oder einfach nur seine Füße kühlen. Die Cottages sind stilvoll eingerichtet und liegen alle etwas voneinander entfernt, sodass man die Abgeschiedenheit und die Natur in Ruhe genießen kann. An der Zufahrt zu unserem Cottage gab es noch einen Campingplatz, auf dem aber niemand stand.

Am schönsten ist die Terrasse mit Tisch und Stühlen und einer gemauerten Sofalandschaft mit Polstern. Am Ende steht eine alte Badewanne, außen mit Zebramuster bemalt, in der man sich ebenfalls abkühlen kann. Leider konnten wir den Außenbereich den ganzen Tag lang nicht nutzen, da vom frühen Morgen bis kurz vor Sonnenuntergang die pralle Sonne darauf schien. Ein Dach aus losen Holzknüppeln ist optisch hübsch, sorgt nicht wirklich für Schatten. Darunter habe ich mich in Namibia schon mal sehr verbrannt. So stellten wir den Tisch ins Zimmer und frühstückten drinnen im Schatten, der Raum ist dafür auch groß genug. Es gibt noch einen weiteren Tisch mit auf Dauer leider unbequemen Stühlen im Schatten unter einem Baum am Flussufer.

Am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist, kann man herrlich mit einem Drink auf dem Sofa lümmeln. Gesellschaft hatten wir immer von einer kleinen, roten Katze die direkt nach unserem Einzug laut miauend angerannt kam, uns am Morgen eine frisch gefangene Maus auf die Veranda legte und verspeiste und am Abend mit uns kuschelte. Ein Kätzchen, das so viele Laute von sich gibt haben wir selten gesehen. Wichtiger Nebeneffekt: Mit Katzen gibt es nicht nur weniger Mäuse, sondern als Folge auch weniger Schlangen. Ab uns zu besuchten uns auch Vögel und im Zimmer wohnt ein dicker Gecko und jagt Insekten.

Das Bett hat ein Moskitonetz, je nach Jahreszeit sicher sehr angenehm. Für kühle Nächte gibt es im Inneren einen offenen Kamin. Wir haben beides nicht gebraucht. Es gibt eine voll eingerichtete kleine Küche mit Geschirr und Kühlschrank und vor dem Haus einen Grillplatz, den wir natürlich auch genutzt haben.


Frühstück

Unser Frühstück haben wir hier selbst zubereitet, daher war es klasse!


Essen

Am Abend kann man entweder vor dem Chalet auf dem offenen Grill sein Fleisch zubereiten oder in der kleinen Küche kochen. Wir haben beides gemacht, am ersten Abend gegrillt und am letzten Abend dann gekocht, weil es draußen ziemlich windig war und wir keinen Buschbrand verursachen wollten. Es waren die letzten beiden Tage mit Selbstverpflegung, also war Reste-Essen angesagt. Danach konnten wir uns dann noch 3 Tage lang in sehr guten Restaurants in Paternoster und Stellenbosch verwöhnen lassen.

Fazit

Ruhe, Frieden, tolle Freizeitangebote und schöne Unterkunft "off the beaten track" zum Wohlfühlen.

Im November 2012 waren wir für 2 Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Webseite der Enjo Nature Farm.

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